In vielen Sportarten werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Natürlich findet kaum eine dieser Veranstaltungen so viel Anklang, wie die, die alle vier Jahre im Fußball ausgetragen wird, aber dennoch steigt die Begeisterung für eine Sportart, wenn sie gerade über die Medien läuft. Spätestens seit dem Jahr 1954, als Deutschland im Wunder von Bern Weltmeister im Fußball wurde, fiebern alle vier Jahre die Fußballfans mit, wenn das Team wieder in einem solchen Turnier steht. Große Sportler wurden hier bekannt, weil sie Siegestore erzielten, Elfmeter verwandelten, oder auch durch unfaires Verhalten auffielen. Der Rummel um das Ereignis wird von WM zu WM größer, und schon lange im Vorfeld werden Analysen, Prognosen und Wettern veröffentlicht. Die Preise für einen Sitzplatz in den Stadien sind immens hoch; dabei werden aus Sicherheitsgründen die Plätze nur an überprüfte Personen abgegeben. Neben dem Sport an sich geht es bei jedem dieser Events auch um Millionen, wenn es um Werbung, Senderechte und auch Gehalt für die Spieler geht.
Steht ein Spiel an, wird man viele Fans finden, die schon lange vor dem Anpfiff ihr Trikot tragen, sich die Gesichter bemalen und singend und johlend durch die Städte ziehen. So wollen die Menschen ihre Begeisterung und auch ihren Nationalstolz ausdrücken. Fähnchen an den Autos, Konvois nach einem gewonnenen Spiel und Hupkonzerte in den Straßen sind zur Regel geworden, ebenso wie das so genannte Public Viewing, bei dem sich Menschenmassen auf öffentlichen Plätzen oder in Stadien sammeln, um gemeinsam über große Leinwände das Spiel zu sehen. Die Stimmung und der Jubel sind hier grenzenlos, wenn ein Tor fällt und das Spiel nach einem spannenden Auf und Ab gewonnen werden kann.
Genau so getrübt ist die Stimmung, wenn das Spiel verloren wird, und die Mannschaft aus dem Turnier ausscheidet. Bald schon trösten sich die Fans jedoch und hoffen einfach auf die nächste Weltmeisterschaft. So, wie im Fußball, gibt es die WM auch in vielen anderen Sportarten. Im Handball, im Basketball, aber auch im Eiskunstlauf, in der Formel 1 und im Boxen haben die Sportler die begeisterten Massen hinter sich. Die großen Kämpfe der Boxer werden hier zu unmenschlichen Tages- beziehungsweise Nachtzeiten ausgestrahlt, aber dennoch mit Leidenschaft verfolgt.
Auch die Fans in der Formel 1 stehen manchmal Sonntags mitten in der Nacht auf, um ein Rennen sehen zu können, während sie an den Wochenenden, an denen kein solches Ereignis stattfindet, kaum aus dem Bett zu bekommen sind. Sport wird immer wichtiger, in seiner Eigenschaft, die Menschen zu verbinden.
