Jeder Mensch möchte gerne für immer jung bleiben, doch leider geht das nicht. Die Zeit geht an niemandem spurlos vorüber und so wird man sich eines Tages mit den ersten Anzeichen des Älterwerdens konfrontiert sehen. Das geht schon damit los, dass man eines Morgens aufwacht und ein Ziehen im Rücken verspürt. Dieses Ziehen im Rücken begleitet einen von nun an auf seinem weiteren Weg durchs Leben. Nach und nach gesellen sich dann noch andere Kleinigkeiten dazu. So wird man immer daran erinnert, dass man älter wird. Irgendwann sieht man vielleicht nicht mehr so gut wie früher und deshalb muss man sich zum Augenarzt begeben.
Der Augenarzt schickt einen dann gleich weiter zum nächsten Optiker, der einem dann eine Brille anfertig. Und schon ist der Durchblick wieder hergestellt. Kaum hat man sich an die Brille gewöhnt, merkt man, dass man immer öfter nachfragen muss, was andere gesagt haben. Man versteht die anderen Menschen nicht mehr so gut. Das liegt nicht daran, dass diese plötzlich alle undeutlich sprechen, sondern auch wieder am Alter. Das Gehör lässt mit zunehmendem Alter nämlich auch deutlich ab. Man begibt sich also zum Arzt und dieser empfiehlt einem ein Gerät zur Taubenabwehr, ein sogenanntes Hörgerät. Hier hat der eigentliche Sinn des Wortes jedoch eine ganz andere Bedeutung bekommen und nichts mit der Vertreibung von Vögeln aus Städten zu tun.
Bei den Hörgeräten gibt es verschiedene Bauweisen. Am bekanntesten dürfte das Hörgerät sein, welches mit einem Bügel hinter dem Ohr befestigt wird. Diese Geräte sind zwar für Außenstehende sichtbar, haben aber wegen ihrer Größe einen Vorteil. Man kann mehr Elektronik als in anderen Varianten von Hörgeräten verbauen, was von Vorteil für die Qualität des verstärkenden Signals ist. Wegen der deutlichen Sichtbarkeit dieser Geräte bevorzugen viele Menschen aber eine andere Bauart, nämlich die der Innenohrgeräte. Diese werden von außen nahezu unsichtbar im Ohr platziert. Ausnahme sind hier die In-The-Ear Geräte, die auch die Ohrmuschel ausfüllen. Dadurch sind sie von außen sichtbar.
Der sichtbare Teil wird meist aus hautfarbenem Material gefertigt. Die dezenteste Variante dieser Systeme ist das sogenannte CIC-System. Dieses ist komplett im Gehörkanal verborgen und somit von außen nicht wahrzunehmen. Eine weitere Geräteart sind Implantate. Hier werden die Komponenten ganz oder teilweise unter die Haut implantiert und sind so natürlich auch nicht zu sehen. Allerdings ist der Aufwand schon recht hoch, schließlich handelt es sich hier ja eigentlich um eine Operation, die auch mit Risiken behaftet ist wie jede Operation. Eine interessante Art der Hörgeräte sind die sogenannten Knochenleitungshörgeräte. Bei diesen Geräten werden die Schwingungen des Schalls in Vibrationen umgewandelt, die über die Knochen hinter dem Ohr an den Hörnerv weitergeleitet werden.
